Wieso Radfahrer netter sind

Ich bin heute beim Abbiegen fast frontal in eine andere Radfahrerin reingefahren. Nichts passiert, keiner Schuld gewesen, aber bei Autos wäre das ein Hubkonzert geworden. Wir beide haben uns nur entschuldigend angelächelt und sind weiter gefahren. Der Vorteil von Fahrzeugen bei denen man die Mimik des anderen sehen kann.

Fun Fact zu „Fahrradstadt Essen“

Mir ist heute etwas lustiges aufgefallen, weil ich keinen freien Fahrradstellplatz bekommen habe, habe ich mal die Fahrradständer vor dem Limbecker Platz gezählt. Auf der Ostseite (Friedrich-Ebert-Str.) sind es genau 29 Stück. Wenn wir großzügig sind und davon ausgehen, dass auf der anderen Seite doppelt so viele sind (Was wohl nicht stimmen wird), sind es ca. 90 offizielle Abstellmöglichkeiten für Fahrräder rund um die zentrale Einkaufspassage der Stadt. Dem gegenüber stehen 2400 Stellplätze für Autos alleine im Limbecker Platz selbst und sicher weitere 2000 in den vier bis fünf umliegenden Parkhäusern.

Einmal angefixt konnte ich es nicht lassen, auf meinem Rückweg überschlug ich die Autostellplätze in der „Fahrradstraße“ Heinickestraße, es sind ca. 200, dem gegenüber stehen genau zwei Fahrradständer auf der ganzen Strecke.

Da fühlt man sich als Fahrradfahrer irgendwie veräppelt, oder?

Einfach mal ’ne Schule gründen

Da liest man nichtsahnend die WAZ, um sich ein wenig über Essen und Nachbarschaft auf dem Laufenden zu halten, und auf was stößt man da? Ein Artikel über Eltern, die einfach mal eine neue Schule gründen. Ernüchtert – und vielleicht frustriert – aufgrund ihrer eigenen Schullaufbahn und den Erfahrungen, die sie mit den Schulen ihrer Kinder machen müssen.

Nachdem wir nun seit etwa einem halben Jahr Eltern eines Schulkindes sind, ist das eine voll und ganz nachvollziehbare Handlung: Viel zu große Klassen auf viel zu wenig Lehrer, die von daher hart an ihrer Belastungsgrenze arbeiten, treffen auf eine schlechte Ausstattung. Andernorts liest man sogar von Schulen, die gar nicht mehr in der Lage sind, Noten zu vergeben, weil nicht ausreichend Unterricht stattgefunden hat.

Da erwartet man eigentlich milliardenschwere Rettungsmaßnahmen, Notpläne und rollende Köpfe, wie bei Banken und Privatfirmen wie Opel. Immerhin stehen hier abertausende zukünftiger Arbeitnehmer und Billiarden noch zu erwirtschaftender Euros auf dem Spiel.

Das aktuelle Projekt in Essen ist derzeit ein gemeinnütziger Verein von zehn Menschen, und nennt sich „Freie Alternative Schule in Essen“ (FASE). Nähere Informationen findet man auf ihrer Webseite.

Wir wünschen von Herzen viel Erfolg und werden versuchen uns anzuschließen.

Der kleine Müllärger zwischendurch

Wäre es nicht praktisch, wenn Lebensmittel bereits optimal verpackt an den Bäumen wachsen würden?

Wieso müssen wir alles einpacken? Wenn ich den Nutzen einer Verpackung nicht erkennen kann, regt mich das immer wieder auf, vor allem, wenn ich keine Alternative finde und mich dann doch dem Pragmatismus füge, es zu kaufen.

Ich bin ein echter REWE-Fan: Ich kaufe da sehr gerne ein und finde den Kurs des Unternehmens gut. Auch die Eigenmarke „REWE Beste Wahl“ finde ich toll, aber das hier hat mich sehr geärgert:

Überflüssigerweise einzelverpackter Knoblauch
Überflüssigerweise einzelverpackter Knoblauch

Ja, es ist eine EINZELNE Knoblauchknolle in einem Plastiksäckchen und einem riesigen Kunststoffschildchen, auf dem „Knoblauch“ steht, weil man es sonst für eine Tomate gehalten hätte.

Die Rote Bete darunter war unverpackt und alle Infos über Herkunftsland und Qualität standen auf einem Schild daneben. Wieso durfte der Knoblauch das nicht? Er bringt doch eine perfekte Verpackung von Natur aus mit. Lieber REWE-Konzern: Bitte nachbessern!