Der kleine Müllärger zwischendurch

Wäre es nicht praktisch, wenn Lebensmittel bereits optimal verpackt an den Bäumen wachsen würden?

Wieso müssen wir alles einpacken? Wenn ich den Nutzen einer Verpackung nicht erkennen kann, regt mich das immer wieder auf, vor allem, wenn ich keine Alternative finde und mich dann doch dem Pragmatismus füge, es zu kaufen.

Ich bin ein echter REWE-Fan: Ich kaufe da sehr gerne ein und finde den Kurs des Unternehmens gut. Auch die Eigenmarke „REWE Beste Wahl“ finde ich toll, aber das hier hat mich sehr geärgert:

Überflüssigerweise einzelverpackter Knoblauch
Überflüssigerweise einzelverpackter Knoblauch

Ja, es ist eine EINZELNE Knoblauchknolle in einem Plastiksäckchen und einem riesigen Kunststoffschildchen, auf dem „Knoblauch“ steht, weil man es sonst für eine Tomate gehalten hätte.

Die Rote Bete darunter war unverpackt und alle Infos über Herkunftsland und Qualität standen auf einem Schild daneben. Wieso durfte der Knoblauch das nicht? Er bringt doch eine perfekte Verpackung von Natur aus mit. Lieber REWE-Konzern: Bitte nachbessern!

 

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Vollgestellte Arbeitsfläche und leere Spülmaschine

Haben Sie auch das Gefühl, ständig mit der Unordnung zu kämpfen? Ich weiß, dass es Menschen gibt, die in der perfekten Ordnung leben und kaum Aufwand darauf verwenden, aber ich gehöre da nicht zu.

In meinem Haus wird sehr intensiv gelebt und das sieht man auch. Es ist nicht dreckig oder so, aber es ist immer wieder unordentlich. Dinge, die in Benutzung sind, landen auf freien Oberflächen, Tischen oder auf dem Boden. So wirklich Herr werde ich der Lage noch nicht, aber ich habe Fortschritte gemacht!

Das Kerngeheimnis ist, dass wir nicht so viel Zeug brauchen, wie wir besitzen. Daher ist das Wegwerfen und Abverkaufen ein wichtiges Werkzeug zur Ordnung. Aber auch beim Anschaffen von Dingen muss man umdenken und sich ganz klar machen, welche Eigenschaften ein zu kaufender Gegenstand mitbringen muss, damit er im Haushalt nicht zur Quelle von Unordnung wird. Um diese Eigenschaften bewusst bestimmen zu können, muss man beobachten, was in unserem Alltag zur Unordnung führt.

Bei mir ist die Arbeitsfläche in der Küche eine Schwachstelle, ständig steht da etwas, daher habe ich eine Woche lang notiert was sich da immer so sammelt und habe festgestellt, dass es in der Regel unhandliche Küchenutensilien wie Pfannen, Schüsseln und Töpfe sind. Mein Gedanke dabei war, dass diese Dinge in der Spülmaschine zu viel Platz einnehmen oder eh nicht sauber werden, doch sie mit der Hand zu spülen habe ich eben nicht immer geschafft, so sammelten sie sich immer mehr an.

Mit diesen Gedanken habe ich diese Quelle der Unordnung in den Griff bekommen.

  • ALLES in die Spülmaschine packen.
    Auch große Schüsseln und Töpfe müssen gespült werden, egal ob mit der Hand oder in der Spülmaschine, man wird dafür stets Reinigungsmittel, Wasser und Strom verwenden. Der einzige Faktor, der den Ausschlag gibt, ist meine Zeit und Seelenruhe. Daher packe ich jetzt ALLES, was irgendwie geht, in die Spülmaschine und lasse diese zum Teil drei mal am Tag laufen. Mit Automatik-, Eco- oder Kurzprogramm, je nachdem, was ich so zusammengesucht habe. Das spart Energie, Wasser und vor allem Nerven.
  • Hochwertige Pfannen und Töpfe kaufen.
    Beschichtete Pfannen und Töpfe können zwar oft nicht in die Spülmaschine, aber sie lassen sich schnell und gründlich unter fließendem Wasser reinigen. Kein Einweichen, keine Chemiekeule. Schnell in die Spüle mit dem Tuch auswischen und fertig.
  • Ein Brettchen und zwei Messer reichen.
    Schneidebrettchen aus Kunststoff oder Holz sind eine Brutstätte für Keime, sie sollten stets schnell gespült und regelmäßig ausgewechselt werden. Um sich dazu zu zwingen bietet es sich an nur ein einziges davon zu haben. Dasselbe mit Messern, sie sind SO schnell gereinigt, aber wenn wir statt dessen zu einem anderen Messer greifen können, liegen bald alle auf der Spüle. Ein kleines Universalmesser und ein großes Küchenmesser reichen völlig. Ich weiß, dieser Tipp ist total banal, aber Gold wert!
  • Küche entlasten damit man leicht an Dinge dran kommt.
    Oft neigt man dazu, gerade Küchenschubladen zu überladen. Ja, natürlich passen sieben Pfannen aufeinander gestapelt rein, aber wenn Sie das, was „oben drauf“ liegt, nicht mit einer Hand heben können um das drunter mit der anderen rauszuholen läuft etwas schief. Oft denkt man sich: „Wenn ich es brauche, kann ich doch auch mal eben kurz das andere wegstellen und es rausholen“. Doch wenn sich diese „eben mal kurz“-Momente summieren werden sie zum Aufwand und verändern unser Verhalten. Entweder indem irgendwelche Schubladen oder Oberflächen zumüllen, oder indem wir Hilfsmittel wie Küchenmaschine oder Mixer nicht mehr  benutzen weil das „mal eben kurz“ zu nervig ist und man es dann doch per Hand macht, auch wenn das noch länger dauert. Bringen Sie Dinge wie Geschirr im Esszimmer unter oder Backformen in der Vorratskammer, dafür sollte in der Küche immer alles griffbereit sein.

Diese Tipps sind nichts Neues, aber beobachten Sie sich selbst mal, halten Sie sie ein? Oft ist uns etwas zwar klar, aber dass wir es nicht tun ist uns nicht klar. Beobachten Sie Ihr Verhalten und suchen Sie möglichst banale Lösungen, diese haben die besseren Erfolgsaussichten.

Viel Erfolg dabei!

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Kochen für alle

Ich habe es noch gar nicht verkündet, seit November 2017 haben wir tatsächlich eine Mitbewohnerin. Als soziales Experiment, das bislang ganz gut läuft. Sie nutzt unseren Wohnraum mit und wird eben auch mit bekocht. Ein System, dass ich so durchaus auch in größeren Rahmen aufrechterhalten würde. Ich koche aktuell also für drei Erwachsene und zwei Kinder. Das geht sehr gut, auch wenn es die Topfgröße und das Backofenvolumen etwas strapaziert. Ich denke bei zwei Familien würde man in der Tat zwei Backöfen brauchen – was aber auch schon dann notwendig wird, wenn man zwei Tiefkühlpizzen gleichzeitig zubereiten möchte.

Was auch ein kritischer Wert ist, die der Kühlschrank. Wir haben die Küche von einer alleinstehenden Dame übernommen, daher ist der Kühlschrank eh schon sehr klein und wenn ich die Zutaten und die fertigen Mahlzeiten zum mitnehmen auf Arbeit dort unterbringen muss wird es arg knapp.

Was hingegen hervorragend klappt ist die Nutzung von anderen Geräten. Dampfgarer, Küchenmaschine, Sandwitchmaker, alle Zeug das man schon immer hatte, jetzt ist es auch regelmäßig im Einsatz weil es nicht mehr nur für ganz besondere Aufgaben benötigt wird, sondern den alltäglichen Aufwand entlastet und so das Kochen für viele Personen enorm erleichtert.

Es gibt so gut wie keine Reste mehr, klar schmeißt man ab und an das eine oder andere weg, aber Dinge wie Aufschnitt, Joghurt oder Brot werden restlos verbraucht. Auch von den Mahlzeiten bleibt nichts mehr über – außer das Rezept war schlecht 🙂

Gerade durch unsere Mitbewohnerin, die andere Erfahrungen und Gewohnheiten mitbringt kommen auch neue Dinge hinzu, die Vielfalt steigt und Prozesse wie „jeden Morgen Joghurt machen“ und „jeden Abend Brot backen“ werden stabilisiert, weil sie nicht mehr von einer Person und deren Plänen abhängig sind, sondern auch von jemand anderem übernommen und aufrechterhalten werden können.

Bislang ist das Experiment „Für alle Kochen“ ein Erfolg, obwohl ich die einzelnen Aspekte wie Wirtschaftlichkeit und Vielfalt noch genauer untersuchen muss um sie vielleicht sogar in Zahlten zu fassen.