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Die Herausforderung des Gleichgewichts

Das Bedürfnis zu bloggen überkommt mich in Schüben. Es gibt Tage da möchte ich alle meine Gedanken aus meinem Kopf herausschreiben und zwar alle auf einmal. Dann schlägt das Leben wieder zu und ich schreibe Monatelang gar nichts, während meine Gedanken immer weiter komprimiert werden, bis es wieder „Plopp“ macht und ich alles auf einmal schreiben will.

Das ist nicht wirklich effektiv.

Doch jetzt bin ich in meinem Bedürfnis alles in der Welt nach meinen Regeln und Methoden zu ordnen auch an dem Punkt „Bloggen“ angelangt.

Als Grundlagen für eine solche Ordnung des Bloggens verwende ich folgende Gedanken.

  • Damit man etwas regelmäßig tut muss es leicht sein, sich zu etwas zwingen zu müssen ist ein Zeichen dafür, dass es einen nicht weiter bringt und vor allem nicht glücklich macht.
  • Wenn Dinge eine haptische Komponente haben hält man sie länger durch, einerseits weil der Gegenstand einen immer wider an die Handlung erinnert und andererseits weil die Handlung durch ihren Aufwand den Vorsatz verstärkt.

Ich habe, trotz des offensichtlichen Widerspruchs in den beiden Punkten, eine Methode Gefunden. Sie besteht aus einem sehr spontanen ToDo-Konzept und einer sehr aufwandfreien Abarbeitungsmethode die keine Leichen zulässt.

20180208

Die Ideen für Blogeinträge schreibe ich auf ausgedruckte Seiten auf. Der Entwurf für diese basiert von der Idee her auf der Grundausstattung für Blogger von Wir-machen-druck.de und besteht aus sechs Feldern für sechs  geplante Blogeinträge und einem Notizfeld in dem man auf die IDs der einzelnen Felder verweisen kann. (Sobald ich das PDF dafür fertig habe werde ich es auch hier verlinken.) So sind die Ideen und die Notizen immer zusammen. Sobald ein Artikel geschrieben wurde wird das entsprechende Feld ausgeschnitten und auf einen anderen Zettel geklebt. Auf diesem Zettel kann ich vorerst nachhalten wann ich welchen Artikel gepostet habe, später kann ich so auch die Veröffentlichen vorab planen.

Durch das Ausschneiden und das Einkleben sorgt man dafür, dass man Dinge nicht doppelt macht. Was uns ermüdet ist nicht das Tun von Dingen, sondern das wiederholen von Dingen, weil es uns das Gefühl der Sinnlosigkeit vermittelt. Wir kommen nicht voran, wir drehen uns im Kreis. In diesem Fall heißt das: Das aufschreiben der Idee war der erste Schritt, wenn ich den Blogtitel abschreiben würde, wäre es die selbe Tätigkeit, die mir das Gefühl vermitteln würde, ich sei wieder am Anfang. Das Ausschneiden und Einkleben kommt nur am Ende des Prozesses vor und symbolisiert so den Abschluss. Darüber hinaus eliminiere ich durch das Ausschneiden die bearbeiteten Felder aus der ToDo-Liste und zwar endgültig. Würde ich die fertigen Beiträge nur streichen, wäre da optisch immer noch eine lange ToDo Liste, obwohl sie abgearbeitet ist, so verschwinden alte Einträge endgültig, ohne verloren zu gehen und die ToDo ist immer schlank und eindeutig.

Ja, das sind alles Kleinigkeiten, aber wir und unsere Psyche werden ständig von genau solchen Kleinigkeiten beeinflusst, daher sollten wir sie in den Bereichen die wir bewusst organisieren können, auch bewusst steuern.

Ich hoffe sehr, dass dieses System dazu führt, mein Bedürfnis jede Idee sofort zu bloggen und meine geringe Durchhaltekraft ins Gleichgewicht zu bringen, damit ich regelmäßig und effektiv blogge.

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Probleme gemeinsam angehen

In einer Zwischenwand sind Risse aufgetreten, eigentlich im ganzen Treppenhaus, so als wäre ein Stück des Hauses um wenige Millimeter zur Seite gerutscht.

Wir hatten bereits Gutachter im Haus, die sagen, dass die Risse nicht schlimm wären. Auch in Handwerkerforen geht es in der Regel nur darum wie man diese optisch wieder beseitigt. Aber mich wurmen die Ursachen und vor allem weil ich nicht wie ich weiter damit verfahren soll.

Neulich habe ich ein Stückchen Fußleiste repariert und dabei gefühlt eine halbe Stunde an der Wand geschnüffelt weil ich das Gefühl hatte es würde nach Moder riechen. Aber ich war alleine im Haus, ich hatte niemanden den ich nach einer zweiten Meinung fragen konnte und als die Kinder samt meinem Mann zurück waren war so ein Trubel, dass sich wieder keiner richtig mit dem Problem befassen konnte.

Unterhaltungen mit meinem Mann kann ich in der Regel nur führen, während meine Kinder da sind. Sie sind einfach noch zu klein um „in ihr Zimmer zu gehen“ und eigentlich sollen sie das auch nicht, weil ich will ja die wenigen Stunden am Tag die sie wirklich zuhause sind auch mit ihnen verbringen. Aber dadurch fallen Diskussionen und Überlegungen über solche Entscheidungen extrem kurz aus. Man löst solche Probleme irgendwie, aber ich will noch nicht einmal darüber nachdenken, wie viele Fehler man dabei macht und wie viel Geld man unnötig ausgibt, einfach weil man das Problem nicht ausreichend Recherchieren konnte und nicht angemessen Beratschlagen.

In meinem Luftschloss leben mehrere Erwachsene und mehrere Kinder. Einerseits beschäftigen sich die Kinder besser „alleine“, weil sie eben viele sind und sich dadurch selbst ein breiteres Angebot bieten. Wenn man nicht mehr mit Kind A Arzt spielen will kann man mit Kind B Lego bauen …

Andererseits hat man mehr Entscheider, die Informationen und Erkenntnisse beisteuern können. Wenn sich vier Leute 10 Minuten mit einem Problem befasst haben, ist das mehr, als wenn es nur zwei getan haben. Außerdem kann man bei schwierigen Themen, wie dem Rätsel um die Risse, einem Team Zeit zum Recherchieren und Entscheiden freischaufeln indem sich die anderne um Kinder und Haushalt kümmern.

Wir vergessen oft, wie hilfreich und entlastend es sein kann, einfach mal jemandem das Problem zu schildern. Aber darauf basieren geradezu alle Sozialen Medien. Weil wir inzwischen in sehr kleinen Verbünden leben, haben wir sehr viele Bereiche, die wir nicht mehr persönlich diskutieren können, daher greifen wir zu digitalen Kontakten. Auch nicht schlecht, aber bei Entscheidungen die sehr Konkret das eigene Leben betreffen oft nicht genug.

In meinem Luftschloss wäre das alles nur ein halbes Problem, weil man es sich organisatorisch, Verantwortungstechnisch und finanziell teilen könnte.

Wenn für die Vorbesichtigungen ständig jemand zuhause sein muss: Kein Problem, man kann sich abwechseln und kein Arbeitgeber dreht am Rad.
Wirtschaftlich steht man eh besser da, weil man viele Kosten teilen kann.
Und die Kinder werden nicht wegen Baustelle abgeschoben, sondern können im Wechsel gute bespaßt werden.

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Immer frisches Brot zum Frühstück

Das Brot ist wieder mal etwas trocken geworden, außerdem war es nicht das richtige Brot, weil wir es in Eile irgendwo gekauft haben, daher habe ich heute wieder mal nur Kaffee gefrühstückt.

Wir haben eigentlich unser Standardbrot, weil es günstig, allgemein lecker und einfrierbar ist. Ich hasse es Sachen wegzuwerfen, vor allem Brot, wenn ich Brot wegwerfe ist es irgendwie symbolisch: Es zeigt mir den Hunger in der Welt und die Verschwändungssucht der westlichen Welt.

Ich will kein Brot wegwerfen, aber es ist nun mal leichtverderblich. Ich würde es gerne selber backen, weil ich dann die Menge besser steuern kann, aber eigentlich müsste man dafür einen Sauerteig pflegen, weil Brot aus Trockenhefe eben nicht das richtige ist.

In meinem Luftschloss sitzen wir zu acht am Frühstückstisch, da kann man auch schon mal zwei unterschiedliche Brotsorten anschneiden, weil bis zum nächsten Tag sind sie weg. Mit vier Erwachsenen und neugierigen Kindern kann man auch einen Sauerteig pflegen und vielseitig verbacken, ohne dass man ständig Reste wegwirft. Man kann auch experimentieren, denn wenn acht Leute auch nur kosten, ist selbst die misslungene Geschmacksrichtung weggegessen.  Vor allem aber hätte ich Zeit um Brot zu backen, ohne dass meine Kinder darunter leiden, weil sie mehr „Geschwister“ zum spielen hätten oder auch nur die zweite Mama, die in Ruhe erklären kann und das mithelfen regeln, während ich die notwendige Arbeit mache.

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Ein Türmchen mit Taubenschlag

Ich habe in meinem Haus ein Taubenproblem. Sie nisten in der schönen, alten Gaube, machen das Dach daneben kaputt, stänkern mein Nähzimmer voll und verunreinigen die Regenrinnen, wodurch das Regenwasser die ganze Fassade durchtränkt. Auch hinten auf dem Glasdach des Balkons sitzen sie und keckern es ganz zu, dadurch gibt es im Anbau sogar einen Wasserschaden, weil das ganze Wasser vom Glasdach nicht mehr über die Rohre abfließt sondern sich an der Wand staut.

Ich hoffe dass man die Tiere, ohne ihnen Leid anzutun, mit einem UV-Gel vertreiben kann, aber eigentlich ist das keine Lösung, weil sie dann woanders hingehen und wie mir gerade eine nette Dame auf Facebook schrieb, leiden die Stadttauben eh enorm. Sie sind verletzt, krank und fressen Müll und jetzt schmeiß ich sie aus meinem Haus. Eigentlich finde ich das nicht in Ordnung.

In meinem Luftschloss würde ich in den Dachstuhl einen Taubenschlag einbauen. Ein kleines, dekoratives Türmchen, wie es früher üblich war, mit Nisthöhlen und einem Zugang, um die Eier gegen Toneier auszutauschen. Damit würde man die Population der Tiere sanft beschränken und ihre Hinterlassenschaften steuern und gezielter und einfacher entfernen können. Wenn man ihren Bestand und ihr Verhalten steuern könnte, könnte man sie auch bedenkenlos mit gutem Zeug füttern, wodurch sie von schäbigen Schädlingen wieder zu den dekorativen Tieren werden könnten, die einst der ganze Stolz des Ruhrgebiets waren.

Ein geführter Taubenschlag wäre für die ganze Nachbarschaft hilfreich, weil sich die Tiere aus dem ganzen Umfeld dort einnisten würden und so an anderer Stelle nicht mehr schaden.