Veröffentlicht in Allgemein

Yoga entdeckt

Eigentlich schreibe ich diesen Artikel nur, um einen Link zu speichern. Und zwar den zu diesem Yoga-Shop: https://www.yogisan-shop.com

Gleichzeitig möchte ich mir aber auch ein paar Gedanken aus dem Kopf schreiben.

Ich bin Yoga in meiner ersten Schwangerschaft begegnet und es war sozusagen Liebe auf den ersten Atemzug. Die Art der Bewegungen, die Abfolge des Atems es entsprach mir voll und ganz, wirkte unheimlich natürlich und entspannend.

Doch wie es so kommt bin ich nicht beim Yoga geblieben. Immer wieder streifte diese Lehre und die dazugehörigen Übungen mein Leben, genauso wie andere Formen und Sportarten, wie z.B Pilates. Doch nichts traf meine persönlichen Schwingungen so wie Yoga. Jede Form und jede Übung der ich begegnete entsprach mir, auch wenn ich mangels Routine Schwierigkeiten hatte, waren es immer Schwierigkeiten, bei denen ich spürte, dass ich sie bewältigen konnte.

Bei all den positiven Empfindungen hätte man erwarten können, dass ich eine begeisterte Yogi werden würde, aber ganz im Gegenteil sträubt sich etwas in mir dagegen, diese Form von „Zeit für mich“ in mein Leben zu lassen. Inzwischen vermute ich, dass es damit zutun hat, dass ich mich selbst nicht mag. Yoga führt uns zu uns selbst. Auch wenn ich den körperlichen und geistigen Aspekt der Yoga-Übungen sehr genieße, weil er mir körperlich gut tut, so scheine ich vor dem seelischen Aspekt, der mich dazu zwingt mich mit mir selbst auseinander zu setzen zu scheuen.

Inzwischen habe ich mich dazu aufgerafft an einem Yin Yoga Kurs teilzunehmen und mich durch den äußeren Zwang eines gebuchten und bezahlten Kurses in eine gewisse Routine zu bringen. Doch in 10 Wochen habe ich es nicht geschafft auch nur ein einziges mal von selbst an den Termin zu denken, ich habe zwar 9 der Termine wahrgenommen, aber nur, weil mein Mann mich daran erinnerte und dazu anhielt.

Nun arbeite ich daran zumindest einige Minuten meines Tages mit Yoga zu verbringen. Was zeitlich gar kein Problem wäre, doch Zuhause sucht mein Unterbewusstsein ständig nach ausreden. Durch den Kurs habe ich gemerkt, dass ich die, für mich geeigneten, sanften Formen des Yoga in jeder für mich üblichen Kleidung praktizieren kann, ich brauche also keine besondere Yogakleidung, ich habe die freie und ungestörte Zeit, ich habe den Platz und ich habe die Anleitung. Trotzdem redet sich mein Unterbewusstsein ständig raus: Du brauchst eine Schurwollmatte, Korkklötze, einen Yogabolster.

Im Moment versuche ich noch gegen diese Ausreden anzugehen und mich an meine minimalistische Lebenseinstellung zu halten. Doch es tut gut zu wissen, dass ich nun mit einem Shop die Option habe meinem Unterbewusstsein alles entgegen zu werden was es mir als notwendig vorgaukelt. Vielleicht reicht diese „Drohung“ aus, um mich dazu zu bringen, jeden Tag 15 Minuten mit mir selbst zu ertragen.

Autor:

Ich bin Jahrgang 81, Vollblutgermanistin, Frau, Mutter, Tochter, Weltverbesserin. Irgendwie schräg und laut und doch total schüchtern und introvertiert.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s