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Schwarzkohl zubereiten

In der Tat ist Schwarzkohl absolut nicht spektakulär, er schmeckt sehr neutral und ist von der Konsistenz weder zu weich noch zu hart.

Man sollte ihn SEHR gründlich waschen, am besten mit einem Microfasertuch die Blätter gründlich abwischen, weil auf der feinstrukturierten Innenseite gerne kleine, gut getarnte Raupen sitzen oder Blattläuse und ihre Nissen. Solche Schädlinge sind jedoch unproblematisch und völlig natürlich bei biologischem Anbau, man sollte sie nur nicht unbedingt mitessen 🙂

Die harten und faserigen Stiele unbedingt rausschneiden, sie schmecken recht holzig und haben eine ganz andere Garzeit als die Blätter. Vertritt man die Philosophie, dass alles gegessen werden kann, trennt man nur den ganz unteren Teil der Steile ab und schneidet sie dann in schräge, dünne Stücke. Dann kann man die Stiele in einer Pfanne mit etwas Öl und Wasser oder Brühe vorgarren bevor die Blätter hinzukommen.

Die Blätter sind deutlich fester als z.B. beim Spinat, sie sollten in feine Streifen geschnitten werden, damit sie sich gut unter andere Zutaten mischen, und nicht einfach nur zusammenpappen.

Von der Konsistenz und vom Geschmack passt Schwarzkohl prima zu Sahne- und Käsesoßen, meine Kombination mit Gorgonzola und Lachs war super. Dazu eignen sich Bandnudeln, weil die Blätter an der Flachen Struktur der Nudeln ankleben und sich so gut verbinden. Man kann aber auch alle Grünkohlrezepte verwenden, vor allem bei Eintöpfen, man sollte nur bedenken, dass Schwarzkohl nicht so herb und intensiv schmeckt wie Grünkohl, man also mit den Gewürzen etwas sparsamer umgehen kann, vor allem Kümmel und Nelke würde ich bei Schwarzkohl eher weglassen.


Mein Basisrezept war Tagliatelle mit Schwarzkohl, Raeucherlachs und Feta statt Räucherlachs habe ich Naturlachs aus der Tiefkühlung genommen und ihn angebraten. Dadurch fehlte mir Würze, die ich mit Cayennepfeffer, Kräutersalz und Muskat aufgeholt habe. Verfeinert habe ich das Gemüse auch noch mit Crème fraîche.

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Autor:

Ich bin Jahrgang 81, Vollblutgermanistin, Frau, Mutter, Tochter, Weltverbesserin. Irgendwie schräg und laut und doch total schüchtern und introvertiert.

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