Veröffentlicht in Haushalt

Kochen für alle

Ich habe es noch gar nicht verkündet, seit November 2017 haben wir tatsächlich eine Mitbewohnerin. Als soziales Experiment, das bislang ganz gut läuft. Sie nutzt unseren Wohnraum mit und wird eben auch mit bekocht. Ein System, dass ich so durchaus auch in größeren Rahmen aufrechterhalten würde. Ich koche aktuell also für drei Erwachsene und zwei Kinder. Das geht sehr gut, auch wenn es die Topfgröße und das Backofenvolumen etwas strapaziert. Ich denke bei zwei Familien würde man in der Tat zwei Backöfen brauchen – was aber auch schon dann notwendig wird, wenn man zwei Tiefkühlpizzen gleichzeitig zubereiten möchte.

Was auch ein kritischer Wert ist, die der Kühlschrank. Wir haben die Küche von einer alleinstehenden Dame übernommen, daher ist der Kühlschrank eh schon sehr klein und wenn ich die Zutaten und die fertigen Mahlzeiten zum mitnehmen auf Arbeit dort unterbringen muss wird es arg knapp.

Was hingegen hervorragend klappt ist die Nutzung von anderen Geräten. Dampfgarer, Küchenmaschine, Sandwitchmaker, alle Zeug das man schon immer hatte, jetzt ist es auch regelmäßig im Einsatz weil es nicht mehr nur für ganz besondere Aufgaben benötigt wird, sondern den alltäglichen Aufwand entlastet und so das Kochen für viele Personen enorm erleichtert.

Es gibt so gut wie keine Reste mehr, klar schmeißt man ab und an das eine oder andere weg, aber Dinge wie Aufschnitt, Joghurt oder Brot werden restlos verbraucht. Auch von den Mahlzeiten bleibt nichts mehr über – außer das Rezept war schlecht 🙂

Gerade durch unsere Mitbewohnerin, die andere Erfahrungen und Gewohnheiten mitbringt kommen auch neue Dinge hinzu, die Vielfalt steigt und Prozesse wie „jeden Morgen Joghurt machen“ und „jeden Abend Brot backen“ werden stabilisiert, weil sie nicht mehr von einer Person und deren Plänen abhängig sind, sondern auch von jemand anderem übernommen und aufrechterhalten werden können.

Bislang ist das Experiment „Für alle Kochen“ ein Erfolg, obwohl ich die einzelnen Aspekte wie Wirtschaftlichkeit und Vielfalt noch genauer untersuchen muss um sie vielleicht sogar in Zahlten zu fassen.

Autor:

Ich bin Jahrgang 81, Vollblutgermanistin, Frau, Mutter, Tochter, Weltverbesserin. Irgendwie schräg und laut und doch total schüchtern und introvertiert.

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